Punta Skala Triathlon

Goldgelbes, himmlisch duftendes Rührei, Lachs, Häppchen und diverse Dips zieren den bunt gefüllten Frühstücksteller von Katharina. Neidisch werfe ich einen Blick auf die einzelnen Gaumenfreuden und wende mich schließlich meinem Teller zu. Kulinarisch weitaus weniger reizvoll: Weißbrot mit Marmelade. Meine obligatorische und erfahrungsgemäß gut verträgliche Speise vor einem Wettkampf. Katharina scheint mein missmutiges Gesicht bemerkt zu haben: „Nachher ist der Triathlon-Wettkampf vorbei und dann können wir das alles gemeinsam genießen“. Mit einem Sektglas in der Hand strahlt sie mich aufgeregt an und genießt das kühle Prickeln. Na gut, sei ihr doch gegönnt!

Wir sind für drei Nächte im Falkensteiner Hotel & Spa Iadera in Punta Skala, das auf einer traumhaften Halbinsel direkt an der kroatischen Mittelmeerküste bei Zadar liegt. Zadar erkundeten wir bereits gestern und waren begeistert von der malerischen Altstadt, in der sich zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten, kleine Geschäfte, gemütliche Cafés und Restaurants aneinanderreihen.

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Blick auf die Altstadt (Foto: Zadar Tourist Board photoarchive)

Fasziniert waren wir auch von einer Besonderheit, die es so nirgendwo auf der Welt gibt: Die sogenannte Meeresorgel am Hafen erzeugt durch Wellenbewegung Musik, die durch die einzelnen Orgelpfeifen ertönt. Es ist ein wundervolles Klangerlebnis! Wenn man den Worten des berühmten Alfred Hitchcock Glauben schenken mag, kann man hier angeblich den schönsten Sonnenuntergang der Welt erleben.

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Die Meeresorgel (Foto: Mladen Radolovic)

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Einer der schönsten Sonnenuntergänge der Welt (Foto: Zadar Tourist Board photoarchive)

Für jeden ist ein Wettkampf dabei

Das Falkensteiner Hotel und der Triathlon Klub Split richten gemeinsam den Punta Skala Triathlon aus, bei dem zugleich die kroatischen Staatsmeister gesucht werden. Ich habe mich für den Olympischen Triathlon (1500 m Schwimmen/40 km Rad/10 km Laufen) angemeldet. Neben diesem Wettkampf finden noch ein Supersprint Triathlon, ein Duathlon, ein 10 km-Lauf sowie ein Team-Triathlon statt. Ob Einsteiger oder Fortgeschrittener, für jeden ist ein passender Wettbewerb dabei. Ich bin gespannt auf meinen ersten Triathlon im Ausland und vor allem auf das Schwimmen im Meer. In Salzwasser habe ich bisher noch nie einen Wettkampf bestritten. Gespannt kann man auch auf das Radfahren sein, wurde doch in der Wettkampfbesprechung vorab erläutert, dass die Radstrecke für den Verkehr nicht gesperrt sei. Mich irritierte das zunächst ein wenig, da ich das bei meinen bisherigen Wettkämpfen so nicht gewohnt war.

Second out of water

Schließlich stehe ich am Samstagmittag mit 80 Athleten am Meeresufer und warte ungeduldig auf den Startschuss. Resort Manager Georg Unterkircher betätigt die Startpistole und dann stürmen wir in das kühle Nass. Nach rund 100 m erreiche ich die erste Boje und finde mich an Position zwei wieder. Nun verläuft die Schwimmstrecke parallel zum Ufer, attraktiv für Zuschauer, um einen Überblick auf das Geschehen im Wasser zu bekommen. Mittlerweile passiere ich die zweite Boje – rund 800 m sind geschafft – und habe durch das Salzwasser allmählich einen Riesendurst. Ich bin unmittelbar hinter dem Vordermann und erreiche so Boje drei. Kurz darauf spüre ich wieder Boden unter meinen Füßen und laufe an der Hotelanlage vorbei zur Wechselzone. Dort jubeln uns Hotelgäste und „Falkies“ zu.

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Foto: Falkensteiner Hotels & Residences, http://www.falkensteiner.com

Ich habe Rücken

Die leicht hügelige Radstrecke führt uns nun zunächst knapp 20 km in das Landesinnere und dann auf demselben Weg wieder zurück. Bald schon stelle ich erleichtert fest, dass der Verkehr an allen brenzligen Stellen von den Helfern gestoppt wird. Und auch auf der Strecke sind es nur sehr wenige Autos, die an uns vorbeifahren. Vielmehr macht mir nun mein Körper zu schaffen. Kurz vor dem Wendepunkt spüre ich, wie mein unterer Rücken immerzu stärker schmerzt, sodass ich kaum noch die windschnittige Haltung einnehmen und einen ordentlichen Druck auf die Pedale bringen kann. Bis zum nächsten Wechsel überholen mich drei Athleten und ich bin schließlich gottfroh, dass das Laufen ansteht.

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Foto: Falkensteiner Hotels & Residences, http://www.falkensteiner.com

Laufen direkt am Meer

Die 5 km-Laufrunde ist herrlich, verläuft doch ein Großteil direkt am Meer entlang und über einige Schleifen zurück zur Hotelanlage. Ich finde nur sehr langsam meinen Laufrhythmus und muss vier weitere Athleten an mir vorbeiziehen lassen. Nach und nach kann ich mein Tempo dann doch steigern und erreiche als Gesamtneunter ausgepumpt, aber rundum zufrieden das Ziel.

Wunderbare Wettkampfnachbereitung

Auf einer unglaublich bequemen Ruheliege strecke ich meine müden Beine aus und bin mir sicher, noch nie eine bessere Wettkampfnachbereitung gehabt zu haben. Im 6000 m² großen Acquapura SPA des Falkensteiner Hotels kann man sich in einer Oase aus Saunen, Massageliegen, Indoor- und Außenpools, privaten SPAs mit eigenem Balkon und in einem Hamam bestens entspannen.

Goldgelbes, himmlisch duftendes Rührei, Lachs…Das Frühstück schmeckt vorzüglich, und während ich meinen Blick über das strahlend blaue Wasser gleiten lasse, denke ich daran, dass dieses wunderschöne Ambiente nächstes Jahr einen Half Ironman erleben wird. Ja, das wäre ein Traum…

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Foto: Falkensteiner Hotels & Residences, http://www.falkensteiner.com

Überblick über die Rad- und Laufstrecke

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